Eiderstedter Strandkörbe – Unsere Geschichte
1982 – Es begann im Stall
Der 35-jährige Karl-Heinz Lorenzen lernt die Kunst des Flechtens und des Strandkorbbaus auf Sylt und gründet das Unternehmen mit Ausnahmegenehmigung des Wirtschaftsministeriums. Erst 1987 absolviert er die notwendige Prüfung an der Korbflechterschule im süddeutschen Freudenstadt.
Als erster Firmensitz des Ein-Mann-Unternehmens dient zunächst ein umgebauter Stall in Koldenbüttel.
Schon damals liefert Kalle-Korb (dieser Spitznamen wurde dem Gründer schon frühzeitig durch Freunde „verliehen“) seine Erzeugnisse bis ins Rheinland und die Schweiz.
Die 80er Jahre
Im Jahrzehnt nach der Gründung wechselt der Unternehmensstandort mehrfach im engen Umkreis, um dem Wachstum gerecht zu werden. In dieser Zeit kostet ein handgefertigter Strandkorb in einfacher Ausführung rund 700 Mark.
Alten Zeitungsberichten ist zu entnehmen, dass „Kalle-Korb“ nicht nur sein Handwerk verstand, sondern sich auch frühzeitig der Bedeutung und Notwendigkeit von Werbung bewusst war. 1985 stiftet er den Hauptgewinn für eine Verlosung. Einen Strandkorb.
1992 – Größter Strandkorb Europas
Radio Schleswig-Holstein (R.SH) lässt anlässlich seines 6. Geburtstags den größten Strandkorb Europas von den Eiderstedter Strandkörben bauen und geht damit auf Tour an Nord- und Ostsee.
Hier die Fakten: 600 kg schwer, 2,50 m breit, 3,20 m hoch, 4.000 Meter Flechtmaterial, 14 Tage Bauzeit mit 5 Mitarbeitern.
1994 – Umzug an den jetzigen Standort in Friedrichstadt
Auf 350 qm Produktionsfläche werden jetzt in der Uelvesbüller Straße 1 in Friedrichstadt jährlich etwa 1.000 Strandkörbe gefertigt. Zunächst fertigen 3, dann 6 Mitarbeiter am neuen Standort 1-Sitzer, 2-Sitzer oder 3-Sitzer Modelle.
20 Prozent der Jahresproduktion werden weltweit exportiert.
1996 – Individualität, Qualität und Kundennähe
Von Friedrichstadt in alle Welt – so liest man es am 28. Mai 1996 in der Presse. Qualität setzt sich durch.
In den neunziger Jahren verwendet Karl-Heinz Lorenzen UV-beständiges Material, V2A-Nirosta-Stahl und verzichtet gänzlich auf die Verwendung von Tropenhölzern.
Ein durchschnittlicher Korb kostet jetzt zwischen 800 und 1.400 Mark. Die Luxusausführung schlägt mit 5.000 Mark zu Buche.
In der Kundenkartei finden sich Abnehmer in Amerika, Spanien, Holland und der Schweiz. „Nur in Japan stehen noch keine Strandkörbe von uns“, witzelt Kalle-Korb im Interview.
Wie heute ist schon damals ein Blick in die Produktion erwünscht.
2012 – Der Stiefsohn übernimmt
Nach dem Tod des Firmengründers übernimmt der diplomierte Kaufmann Oliver Theede das Unternehmen.
Für ihn ist das Unternehmen nicht neu. Bereits als Schüler schaut er seinem Stiefvater über die Schulter und packt seit 2004 selbst mit an.
Bis dato wurden etwa 11.000 Strandkörbe gefertigt und in die Welt verschickt.
2014 – Anbau der Ausstellungshalle
Die bisherige Produktionsstätte wird um einen Hallenneubau mit 350 qm Ausstellungsfläche erweitert. In modernem Ambiente werden jetzt dauerhaft rund 50 Strandkörbe ausgestellt.
In gleichem Jahr wird die „Komfort-Stufenlosverstellung“ als Gebrauchsmuster beim Deutschen Marken- und Patentamt eingetragen.
In Büsum wird ein Ladenlokal eröffnet. Vor Ort können jetzt Strandkörbe direkt erworben oder nach eigenen Wünschen zusammengestellt und bestellt werden.
Um die hohe Qualität der angefertigten Produkte noch deutlicher zu unterstreichen, erhält jeder Strandkorb nach sorgfältiger Kontrolle das neue Qualitätssiegel „Original Eiderstedter Strandkorb aus deutscher Produktion“.
2026 – Der Neue kommt
Ex-Automanager erweckt Eiderstedter Strandkörbe zu neuem Leben
„Radikaler Wechsel“ – so titeln die Husumer Nachrichten im Mai 2026 auf der ersten Seite.
Im Januar übernimmt Marc Berger das Unternehmen. Der diplomierte Betriebswirt suchte nach vielen Jahren als Vorstand in der Automobilbranche eine neue Herausforderung und startet direkt seine „Modernisierungsoffensive“.
Das bisherige Einzelunternehmen firmiert jetzt als Eiderstedter Strandkörbe GmbH & Co. KG, Logo und Markendarstellung werden neugestaltet, Prozesse, Software und Produkte optimiert.
Strandkörbe erhalten jetzt alle Beschläge aus V4A und V2A Edelstahl. Eine neue Produktreihe „Getränkehalter“ wird entwickelt.
Im Juni geht eine vollkommen neue Webseite inkl. Shop online. Kurz darauf folgt ein Strandkorb-Konfigurator, der fotorealistische Darstellungen des eigenen Strandkorbdesigns erstellt und gleich online bestellt werden kann.
Marketing und Social-Media-Aktivitäten werden ausgebaut.
Der Plan steht! Das Unternehmen wird fit gemacht für die nächsten Jahrzehnte.
Fast hätten wir es vergessen… Ein Strandkorb kostet heute zwischen 2.600 Euro und 6.500 Euro.
Unsere Werte
- regional verwurzelt in Nordfriesland
- handgefertigt mit Erfahrung und Sorgfalt
- individuell konfigurierbar nach Kundenwunsch
- kompetent durch langjährige Praxis
- innovativ in Details und Umsetzung
- echte Manufakturarbeit statt Massenproduktion
Ein Blick hinter die Kulissen
Sie sind herzlich eingeladen jederzeit einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Unsere Schneiderei, Tischlerei, Flechterei, Lackiererei und Montage stehen immer offen. Überzeugen Sie sich gerne von echter Manufakturarbeit mit Tradition.
Auf über 600 Quadratmetern Ausstellungs und Produktionsfläche können Sie nicht nur verschiedene Modelle erleben, sondern auch sehen, wie ein Strandkorb Schritt für Schritt entsteht. Für viele Besucher ist genau das der Moment, in dem der Unterschied zu industriell gefertigten Produkten sichtbar wird.
Besuchen Sie uns vor Ort
Friedrichstadt (Hauptsitz)
Öffnungszeiten
09:30 – 17:00 Uhr
09:30 – 18:00 Uhr
09:30 – 17:00 Uhr
10:00 – 14:00 Uhr
Ladenlokal Büsum
Öffnungszeiten
10:00 – 17:00 Uhr